• Schwindrisse: Dies sind häufige, feine Haarrisse, die beim Trocknen und Aushärten von Beton entstehen. Sie sind in der Regel oberflächlich und meist nicht strukturell relevant, können aber problematisch werden, wenn sie sich verbreitern oder Verankerungspunkte kreuzen.
• Setzungsrisse: Sie entstehen, wenn sich der Untergrund ungleichmäßig setzt und die Betonplatte sich dadurch verbiegt und reißt. Diese Risse sind oft tiefer und breiter, was auf ein geschwächtes Fundament hindeutet.
• Überlastrisse: Sie entstehen, wenn der Beton Kräften ausgesetzt ist, die seine Auslegungskapazität überschreiten. Bei einem 2-Säulen-Hebefundament kann dies passieren, wenn die Betonplatte zu dünn ist, eine unzureichende Druckfestigkeit aufweist oder nicht ausreichend bewehrt ist.
• Thermische Risse: Entstehen durch Ausdehnung und Zusammenziehung aufgrund von Temperaturschwankungen.
• Verschleißrisse: Entstehen durch Frost-Tau-Wechsel, chemische Einwirkung oder Bewehrungskorrosion (rostender Stahl dehnt sich aus und verursacht Risse im Beton).
1. Detaillierte Sichtprüfung:
• Lage: Notieren Sie, wo sich Risse befinden (z. B. in der Nähe potenzieller Ankerpunkte, sich über die gesamte Platte erstreckend, auf einen Bereich beschränkt).
• Muster: Sind sie zufällig, haarfein, spinnennetzartig oder folgen sie einem bestimmten Muster (z. B. gerade Linien, die auf Setzungs- oder Spannungspunkte hinweisen)?
• Breite: Messen Sie die Rissbreite (z. B. mit einer Risslehre). Breitere Risse (über 3 mm) sind im Allgemeinen besorgniserregender.
• Tiefe: Ermitteln Sie, ob es sich um oberflächliche oder tiefgehende Risse handelt.
• Bewegung: Achten Sie auf Anzeichen einer ungleichen Bewegung entlang des Risses (eine Seite höher als die andere).
• Abplatzungen/Randabplatzungen: Achten Sie darauf, ob der Beton an den Rissrändern abplatzt oder abblättert.
2. Originalspezifikationen überprüfen:
• Beschaffen Sie sich Baupläne oder Bauunterlagen der Platte, um die ursprüngliche Dicke, den Druck (PSI) und die Bewehrung zu bestätigen.
3. Kernbohrung und -prüfung:
• Entnehmen Sie Kernproben an mehreren Stellen, insbesondere in der Nähe potenzieller Ankerpunkte.
• Die Bohrkerne werden im Labor auf ihre tatsächliche Dicke und Druckfestigkeit (PSI) geprüft. Dies ist entscheidend, um sicherzustellen, dass der Beton die für Zwei-Pfosten-Hebekonstruktionen üblicherweise geforderten Mindestdicken von 10–15 cm und die Mindestdruckfestigkeit von 3.000 PSI aufweist.
4. Subbase-Evaluierung (falls möglich):
• Achten Sie auf Anzeichen von Setzungen oder Feuchtigkeitsproblemen, die auf einen beschädigten Unterbau hindeuten könnten.
5. Anker-Auszugstests:
• In einigen Fällen können kontrollierte Ausziehversuche an potenziellen Verankerungsstellen durchgeführt werden, um die Fähigkeit des Betons zur Verankerung zu beurteilen.
• Risse an oder in der Nähe von Verankerungspunkten: Jeder Riss, der einen vorgesehenen Verankerungspunkt kreuzt oder sich in unmittelbarer Nähe befindet, ist äußerst problematisch. Der Beton in diesem Bereich muss einwandfrei sein, um die ordnungsgemäße Funktion der Verankerung zu gewährleisten.
• Breite, tiefe oder sich bewegende Risse: Risse, die breit sind (>1/8 Zoll), die scheinbar die gesamte Tiefe der Platte durchdringen oder Anzeichen einer vertikalen oder horizontalen Bewegung aufweisen, deuten stark auf eine strukturelle Instabilität hin.
• Musterrisse, die auf Setzungen hinweisen: Risse, die deutliche Muster bilden (z. B. sternförmige Muster durch Punktlasten oder gerade Linien, die auf einen darunter liegenden Hohlraum hinweisen), weisen auf ernsthafte Probleme mit dem Fundament hin.
• Übermäßiges Abplatzen oder Zerfall: Bröckelnder oder stark beschädigter Beton kann keine stabile Basis für Verankerungen bieten.